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Unternehmensprofil

Nach der Firmengründung Fokus auf Rohstoffversorgung für Spikes

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Tikomet Oy wurde im Jahr 1994 in Tikkakoski, Finnland an einem Standort gegründet, wo seit den sechziger Jahren Spikes für nordische Winterreifen produziert werden. Zunächst lag der Fokus auf der Produktion von recyceltem Hartmetallpulver, das als Rohstoff für Hartmetallstifte von Spikes Einsatz fand.

Seit 1995 verarbeitet Tikomet gebrauchte Hartmetallwerkzeuge zu Wolframkarbid-Kobalt-Regenerat mit dem Zink-Prozess. Bis 2007 war die Produktion von Spikes der wichtigste Absatzmarkt.

Erfolgreiche Erschliessung neuer Märkte nach der Investition in ein neues Werk im Jahr 2008

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Der Wolframpreis ist während der letzten zehn Jahre dramatisch angestiegen. Da der Hauptbestandteil von Hartmetall Wolframkarbid ist, wird deshalb heute in der Hartmetallindustrie verstärkt auf die Wiedergewinnung von Wolfram aus sekundären Quellen gesetzt. Diese Entwicklung hat auch zu einer zunehmenden Popularität des Zink-Prozesses, der von Tikomet für das Recycling von Hartmetallschrott eingesetzt wird, beigetragen.

Tikomet hat auf die neue Situation auf dem Wolframmarkt reagiert und ein neues Werk in Jyväskylä, Finnland gebaut, das im Jahr 2008 eingeweiht wurde. Im neuen Werk verfügt Tikomet über die modernste Technologie zur Verarbeitung von Hartmetallschrott mit dem Zink-Prozess. Dank der neuen Technologie kann heute mit dem Zink-Prozess ein Qualitätsniveau erreicht werden, das früher nicht möglich war.

Nach der Investition hat Tikomet auf neue Anwendungen und Absatzmärkte gesetzt und mehrere neue Produkte entwickelt, die sehr positiv von Kunden aufgenommen wurden. Dank des Erfolges der neuen Produkte entfällt heute der grösste Teil der Produktion auf diese neuen Märkte.

Markt- und Technologieführer im Recycling mit dem Zink-Prozess

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Innerhalb kürzester Zeit hat sich Tikomet zu einem europaweit führenden Recycler mit dem Zink-Prozess entwickelt. Da andere ähnliche Produktionsanlagen nur dem Eigenbedarf der Produzenten dienen, ist Tikomet der einzige europäische Lieferant von Regenerat aus dem Zink-Prozess, der diese Produkte auf dem offenen Markt anbietet.

Der Zink-Prozess wurde schon in den siebziger Jahren entwickelt. Aufgrund von Qualitätseinschränkungen der Technologie war das recycelte Pulver aber lange nur in wenigen Anwendungen einsetzbar. Tikomet hat in den letzten Jahren den Prozess erfolgreich weiterentwickelt und das Qualitätsniveau so steigern können, dass heute der Einsatz in vielen Anwendungen, die früher gar nicht in Frage kamen, möglich ist.

Die wichtigsten Produktionsanlagen wurden von den Technikern von Tikomet selbst entwickelt und gebaut. Ein Team von Forschern arbeitet laufend an der Weiterentwicklung der Schrottaufbereitung mit dem Zink-Prozess. Ein weiterer Schwerpunkt bei F+E von Tikomet ist die Anwendungstechnik, bei der Pulver aus dem Zink-Prozess mit jungfräulichen Rohstoffen beigemischt und anschliessend der Einfluss solcher Recyclingmaterialzusätze auf die Produktion und Eigenschaften von Hartmetall untersucht wird.

Unternehmenspolitik

In der Zukunft wird Recycling eine immer wichtigere Bedeutung in der Hartmetallindustrie einnehmen, da es ein wesentlicher Bestandteil der Rohstoffversorgung ist und da es die Umwelt schont und Energie spart.

Die Vorteile des Zink-Prozesses liegen einerseits bei der Wiederverwertung vom sortenreinen Eigenschrott, der in der Produktion von Hartmetallfirmen anfällt. Andererseits bietet sich der Zink-Prozess an, wenn gebrauchte Hartmetallwerkzeuge vorliegen, die sauber und sortenrein sind. Früher konnten solche Schrotte leider oft aufgrund von Qualitätseinschränkungen der Technologie nicht mit dem Zink-Prozess wiederverwertet werden. Die technischen Fortschritte, die bei Tikomet erreicht wurden, haben jetzt ein neues Qualitätsniveau ermöglicht, so dass der Zink-Prozess beim Recycling von hochwertigen Hartmetallschrotten inzwischen eine interessante neue Alternative ist.

Der Zweck von Tikomet ist es, Recycling von Hartmetall mit dem Zink-Prozess zu fördern, da es dabei um ein kosteneffizientes und umweltfreundliches Recyclingverfahren geht, dessen Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft worden ist. Sollten Sie sich für die Vorteile unserer Technologie interessieren, stehen wird Ihnen gerne jederzeit für technische und kommerzielle Diskussionen zur Verfügung.

Auswirkung eines Regeneratzusatzes auf Sintergefüge und Hartmetalleigenschaften:

Grobes jungfräuliches WC +
10% Co

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Hartmetalleigenschaften
Dichte 14,46 g/cm³ 
- Härte 1296 HV10
- Koerzivität 91 Oe  

60 % grobes jungfräuliches WC +
40 % Regenerat +10% Co

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Hartmetalleigenschaften
Dichte 14,43 g/cm³
Härte 1310 HV10
Koerzivität 93 Oe